Yamazaki 12 im Test

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Liebe Leserinnen und Leser heute stelle ich euch den Suntory Yamazaki 12 vor. Ich muss gestehen, dass ich schon sehr lange an diesem Testbericht schreibe und feile, das liegt daran, dass ich einen möglichst objektiven Bericht zu diesem Single Malt veröffentlichen möchte, es mir aber sehr schwer fällt nicht von Anfang an in Lobhudeleien zu fallen.
Vielleicht sind Sie selbst schon ein Mal in den Genuss eines Yamazaki 12 gekommen? Wenn nicht, es ist nicht schlimm. Hier erfahren Sie alles was Sie über den japanischen Single Malt wissen müssen

Die Geschichte von Yamazaki

Die Yamazaki Destillerie wurde 1923 in der gleichnamigen Region gegründet. Somit gilt diese offiziell als älteste Whiskybrennerei Japans. Yamazaki liegt ungefähr zwischen Ōsaka und der ehemaligen Hauptstadt Kyōto. Gründer der wohl bekanntesten und nach Abfüllmenge größten japanischen Brennerei ist Shinjiro Torii. Dieser hat ebenso die Suntory Destillery gegründet. Der Einsteiger-Blend Suntory Toki wurde bereits von uns vorgestellt. Die Entscheidung, die Brennerei in Yamazaki zu errichten, wurde auf Grund der hervorragenden Wasserversorgung in Yamazaki und wegen der klimatischen Verhältnisse getroffen. Das Klima besticht durch relativ kalte Winter, bis hin zu heißfeuchten Sommern. Dies sorgt für eine besondere Whiskyreife.

Die ersten zehn Jahre trug der berühmten Masataka Taketsuru die Verantwortung bei Yamazaki. Taketsuru gilt als japanischer Whisky-Guru. Er hat in Schottland Chemie studiert und bei einigen Brennereien Schottlands assistiert. Ebenso gründete er später die Nikka Brennrei, dort wird unter anderem der Nikka from the Barrel hergestellt.

Besonderheiten des Suntory Yamazaki 12

Eine Flasche Yamazaki 12
Foto © Whiskey-Test.de

Zum einen handelt es sich bei Yamazaki um die älteste Brennerei Japans. Aber damit nicht genug! Nachdem Jim Murray in seiner berühmten Whiskybibel den Yamazaki Single Malt Sherry Cask 2013 zum Whisky des Jahres 2015 ernannte, waren sämtliche Whiskys von Yamazaki gefragter den je und die Preise stiegen exorbitant. Yamazaki ist über Nacht zum „Star“ am Whiskymarkt geworden.


Der Yamazaki 12 reift gleich in drei verschiedenen Fassarten. Dabei handelt es sich um Amerikanische Eiche (Ex-Bourbon), europäische Eiche (Ex-Sherry) und japanische Eiche. Anschließend werden die verschiedenen Fässer miteinander „vermählt“ und der Single Malt Whisky mit 43% Alkohol abgefüllt. Der Whisky ist kaltfiltriert und mit Farbstoffen versetzt.

Tasting Notes des Yamazaki 12

  • Nosing:
    Der Yamazaki 12 macht zu Beginn einen sehr fruchtigen Eindruck. Man nimmt deutlich Aprikose, weiße Trauben und etwas Honig wahr. Gepaart werden die fruchtigen Noten mit blumigen Akzenten und Eiche
  • Geschmack:
    Im Mund angekommen entfaltet der Japaner seine volle Hingabe. Er ist süß und gleichzeitig trocken, herrlich komplex und doch sehr süffig. Er schmeckt süß nach Karamell und Früchten und einen Augenblick später etwas geröstet, malzig mit würziger Eiche.
  • Abgang:
    Der Abgang ist lang und angenehm, man spürt wie ein Hauch von Zitrone prickelnd auf der Zunge zurückbleibt.

Fazit zum Yamazaki 12:
Man bekommt einen herrlichen Whisky, der in dieser Altersklasse einfach überragend erscheint. Für diejenigen, welche noch keine Erfahrungen mit japanischen Whiskys gemacht haben sollten, es ist kaum vorstellbar, welche Power und Kraft ein Whisky mit gerade mal 12 Jahren entfalten kann. Hier ist nahezu Perfektion am Werk!

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